Cyber-Grooming

Cyber-Grooming ist Internet-Anbahnung

 

Meist findet die Kontaktaufnahme mit der konkreten Absicht statt, sexuellen Missbrauch vorzubereiten, und zwar
a) (oft zunächst) online (Chat, Fotos, Videos, Sexting, Erpressung z. B. von pornografischen Videoaufnahmen) oder
b) (dann) offline bei realen Treffen.   


Grooming kommt eigentlich aus dem Tierreich und bedeutet „Fellpflege betreiben“; übertragen bedeutet es auch „Herausputzen, um dem anderen Geschlecht zu gefallen“.

 

Es wird zunächst arglos gechattet, um dann jedoch Straftaten wie etwa die Anfertigung kinderpornografischer Aufnahmen zu begehen. Den Opfern wird zunächst geschmeichelt, es werden Komplimente gemacht, man hört zu, man täuscht Freundschaft und Zuneigung vor, um Vertrauen zu erlangen.

Wie auch bei der Verbreitung und dem Besitz kinderpornografischer Schriften sind die Täter beim Cyber-Grooming meist männlich und jeden Alters.

In Deutschland ist Cyber-Grooming seit dem 1. April 2004 verboten, wenn das Opfer unter 14 Jahre alt ist. Dafür wurde § 176 Absatz 4 Nr. 3 (Strafgesetzbuch (StGB)) geschaffen.